Johann Herbst: Das Laaser Spiel vom Eigenen Gericht
Hrsg. von

Toni Bernhart

Johann Herbst: Das Laaser Spiel vom Eigenen Gericht

Edition der Abschrift von Oswald von Zingerle und Kommentar

Reihe Transfer CIII
Broschur, 128 S., 13,5 x 21 cm

ISBN 978-3-85256-535-4

€ [D/A] 19,90 /€ [I] 18,80

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Die Edition eines außerordentlichen Volksschauspiels über Sünde und Reue angesichts des Jüngsten Gerichts

Das Laaser Spiel vom Eigenen Gericht, wahrscheinlich in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts niedergeschrieben von „Johan Herbst in Laaß", ist ein alpenländisches Volksschauspiel rund um Leben und Tod, Himmel und Hölle, Sünde und Reue. In drastischen Bildern werden die klassischen Themen vom Leben und Sterben des Jedermann geschildert, der je nach Lebenswandel im Jenseits bestraft oder belohnt wird. Das Stück unterteilt den Kosmos in drei Sphären: Im Himmel wohnen Gottvater, Gottsohn, Maria und die Engel, die Erde ist bevölkert von sündhaften Menschen und über das Reich der Hölle herrscht Luzifer. In acht Bildern treten Charaktere auf, die angesichts des Todes ihre Sünden mehr oder weniger stark bereuen: der gewinnsüchtige Kaufmann, der trinkfreudige Spielbub oder der übermütige Jüngling, dem der Höllenfürst ob mangelnder Einsicht die „kohlschwarze Seele" aus dem Leib reißen muss. Zeittypisch sind die Zwischenspiele des Hanswurst, die sich an die Commedia dell'arte anlehnen.
Das Laaser Spiel schließt an die bei Folio erschienene Publikation von Ulrich von Federspiels Hirlanda. Durch falschheit zu feir verdamte unschuld an, die ebenfalls von Toni Bernhart herausgegeben wurde.