Lilys Ungeduld

Klemens Renoldner

Lilys Ungeduld

Transfer Bibliothek CVIII

Gebunden mit Schutzumschlag
271 S., 13,5 x 21 cm

ISBN 978-3-85256-577-4

€ [D/A] 22,90 / € [I] 21,70

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Renoldner, Klemens Roman Jugend Tod Beziehungen Vater Transfer Bibliothek Familie


Das Psychogramm einer Familie – Blick in die Abgründe der Seele

Die scheinbar fröhliche und kraftvolle Lily stürzt sich, erst 24-jährig, von einer Brücke in den Tod. Ihr Vater, Sebastian Zinnwald, von Beruf Architekt, schließt sich in sein Bauernhaus im Engadin ein und bricht die Kontakte zur Außenwelt ab. Seine Trauer ertränkt er in Ohnmacht und Sprachlosigkeit. Die ältere Tochter Veronika, alleinerziehende Mutter zweier Söhne und erfolgreiche Kinderärztin in Berlin, leidet unter dem Schweigen des Vaters.
Zwölf Jahre nach Lilys Tod bittet der mittlerweile 71-Jährige seine Tochter um ihren Besuch. Aber die Gespräche über Lily verwandeln sich in gegenseitige Anklage. Die Trauer hat beide einsam und hart gemacht.
Mit einer Hommage an Adalbert Stifters berühmte Erzählung Der Hagestolz findet die Geschichte ihr Finale in den Dinosaurier-Hallen des „Museum of Natural History" in New York.
Klemens Renoldner erzählt diese Geschichte sprachlich virtuos und in schonungsloser Offenheit. Erzählung und Dialog, Träume und tragikomische Szenen wechseln sich ab. Wir tauchen ein in das Verwirrspiel von Erinnerung, Fantasie, Traum und Wirklichkeit, das wir Leben nennen.

> Pressestimmen zum buch

„Der Roman „Lilys Ungeduld“ ist souverän geschrieben, klug strukturiert und dank subtiler atmosphärischer Beschreibungen kurzweilig. Klemens Renoldner erzählt eine komplexe Familiengeschichte, die über die konkreten Geschehnisse hinausweist und eine Gesellschaft abbildet, in der sich die existenzielle Einsamkeit des Menschen immer stärker auch äußerlich abbildet. “

Die Presse

„Renoldner hat sich an einen schwerverdaulichen Stoff gewagt, schafft es aber, ihn mitreißend, vielschichtig und in seiner ganzen traurigen wie realitätsnahen Dimension zu schildern.“

Ö1,Ex Libris

„Was den Roman auszeichnet, ist die ungeheuer detailreiche Erzählkunst Renoldners. Alle Begebenheiten stattet er mit dermaßen vielen Accessoires aus, erfindet selbst für Nebenhandlungen Unmengen an Fakten, Orten und Biografien, dass sich über die graue Melancholie, die sich durch das Buch zieht, eine bunte Folie legt.“

Deutschlandradio

„Vorsichtig beschreibt Renoldner die Annäherung von Vater und Tochter über unerhörte Widerstände hinweg. Kann das gut gehen? Renoldner ist Realist genug, dass er die Fremdheit zwischen den beiden nicht auflöst. Sein Buch preist den aufrechten Gang und sieht, dass er ohne einen hohen Preis nicht zu haben ist.“

Salzburger Nachrichten

„Lilys Ungeduld ist eine existenzielle Analyse, genau und glaubwürdig in eine reale Situation eingebettet.“

Der Standard

„Lilys Ungeduld besticht vor allem durch die reich orchestrierte Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten und Grenzen sprachlicher Rekonstruktion vergangener Lebensgeschichten.“

Literatur und Kritik

„In über sechzig kurzen, mit rätselhaften Überschriften versehenen Kapiteln, die zwischen der Perspektive des Vaters und der der Tochter alternieren, beschreibt Renoldner den mühsamen, letztlich zum Scheitern verurteilten Versuch der beiden, sich auszusöhnen.“

Neue Zürcher Zeitung

„Stupend ist Renoldners Genauigkeit.“

Kurier

„Renoldner gelingen berührende Szenen und Dialoge, die aufhorchen lassen und einen Blick auf die menschliche Seele in existenzieller Not freigeben.“

Wiener Zeitung

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