Der Baum ohne Namen

Drago Jančar

Der Baum ohne Namen

Aus dem Slowenischen von Daniela Kocmut

Transfer Bibliothek CI

Gebunden mit Schutzumschlag,
329 S., 13,5 x 21 cm

ISBN 978-3-85256-527-9

€ [D/A] 22,90 / € [I] 21,70

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Ein Mensch gerät in den Sog der Geschichte und der eigenen Vergangenheit – ein Verwirrspiel von Liebe, Krieg und unerfüllter Sehnsucht.

Die Memoiren eines nach Australien ausgewanderten Erotomanen ziehen den Archivar Janez Lipnik in ihren Bann. Er beginnt, sich mit dessen Bekenntnissen näher zu befassen und gerät in den Strudel einer Geschichte, die im besetzten Jugoslawien der 1940er-Jahre ihren Ausgang nimmt: Ein in den Kriegswirren verirrter Flüchtling findet bei der Lehrerin Zala Schutz. In ihrem Haus wird er Zeuge eines Gewaltaktes ihres Freundes, des Offiziers Aleksij, der sich schließlich als der spätere Verfasser der Memoiren herausstellt. Der Archivar Lipnik wird nach und nach selbst Teil der Geschichte, während sein eigenes Leben auseinanderbröckelt und seinen Erinnerungen und wahnhaften Fantasien weicht.
Der Roman ist ein wunderbares Gewebe aus Rückblenden und Vorwegnahmen, in dem das Jetzt und das Früher, das Reale und das Fantasierte, das Historische und das Mythische ineinander übergehen. Das Slowenien von heute wird überlagert von der Zeit des Zweiten Weltkriegs und der Balkankriege der 1990er-Jahre – alles unter dem blätterlosen Dach des „Baums ohne Namen“, der – für die verlorene und dennoch alles dominierende Erinnerung stehend – immer wieder auftaucht.

> Pressestimmen zum buch

„Er hat nicht weniger als einen epochalen europäischen Roman geschrieben, der formal brillant, thematisch unerbittlich einen Beitrag dazu leistet, dass Europa vielleicht eines Tages eine gemeinsame Erinnerung hat.“

Süddeutsche Zeitung

„Ein «Goya des Romans». Bildmächtig und wortgewaltig, wertungsfrei und schonungslos entfaltet «Der Baum ohne Namen» die «Desastres» des 20. Jahrhunderts – und die Beständigkeit der Bestie Mensch.“

Neue Zürcher Zeitung

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