Das Versteck der Minerva

László Márton

Das Versteck der Minerva

Roman

Aus dem Ungarischen von Eva Zádor und Wilhelm Droste.
Transfer Bibliothek LXXXIV

Gebunden mit Schutzumschlag, 232 S., 13,5 x 21 cm

ISBN 978-3-85256-445-6

€ [D/A] 22,50 / € [I] 21,30

Lieferbar

Roman Linz Österreich Sehnsucht erzählen Márton, László historischer Roman Held Transfer Bibliothek Nationalismus Linz


marton_versteck-minerva-5.gif
marton_versteck-minerva-6.gif
marton_versteck-minerva-7.gif
marton_versteck-minerva-8.gif
marton_versteck-minerva-9.gif
marton_versteck-minerva-10.gif
marton_versteck-minerva-11.gif
marton_versteck-minerva-12.gif

Virtuos verquickt Márton historische und kulturelle Dimensionen von Aufklärung und Restauration in der Donaumonarchie

Die Aufregung rund um die berühmte Sonnenfinsternis von 1844 vereitelt, dass der alte Dichter und Revolutionär Johann B. von einem ungarischen Gesandten aus seiner lebenslangen Verbannung in Linz befreit wird. Er wird ganz einfach vergessen, und mit ihm stirbt Minerva, die Göttin der Weisheit, die sich als Gehirntumor in seinem Kopf eingenistet hat. Bereits in jungen Jahren hegt der ungarische Aufklärer Sympathien für die Ideale der Französischen Revolution und wird in eine unterirdische Höhle – dem Versteck Minervas – geführt, um die verborgene Weisheit zu treffen. Tatsächlich handelt es sich um eine republikanische Verschwörung, die zu seiner Internierung in der Festung Kufstein führt. Dort macht er die Bekanntschaft mit dem späteren Außenminister Napoleons, Maret. Für jenen wird er Jahre später die „Schönbrunner Proklamation“, den Aufruf an die Ungarn zur Abtrennung von Österreich verfassen. Was zu weiterer Einkerkerung und 30-jähriger Verbannung in Linz führt.

> Pressestimmen zum buch

„Martons Sprache, einfühlsam und genau übersetzt von Eva Zador und Wilhelm Droste, spiegelt das tiefe Empfinden für den sprachlichen Zeitgeist der Romantik wider. [...] Jede Erscheinung, jedes Zeitfenster, das der Autor für den Leser öffnet, hat nicht nur eine ganz konkrete Bedeutung, sondern auch Symbolcharakter.“

Ö1, Ex libris

„Die Episoden aus dem Leben des Linzer Gefangenen sind von einem feinen Witz durchzogen, der durch eine Prise pannonischer Schwermut noch veredelt wird. Ein literarisches Bravourstück.“

Die Presse, Spectrum

„Ein Stück politischer Alltagsgeschichte der Habsburgermonarchie: detailgenau, witzig und ohne Nostalgie.“

Deutschlandradio Kultur

„Márton beherrscht sämtliche sprachlichen Register – auch die Übersetzung ist meisterhaft.“

Die Furche