Mein Vater, der Widder

Giuseppe Zigaina

Mein Vater, der Widder

Erzählungen

Mit einer Nachbesprechung von Alberto Panza.
Aus dem Italienischen von Karin Fleischanderl.

Gebunden mit Schutzumschlag, 152 S., 13,5 x 21 cm

ISBN 978-3-85256-400-5

€ [D/A] 19,50 / € [I] 18,50

Lieferbar

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Friulanische Erinnerungsbilder von nächtlichem Streunen am Fluss und dem mythischen Aquileia.

Zigaina, der Maler und Essayist, flicht in seinem neuen Erzählband dichte Kindheitsbilder: die Begegnung mit der Künstlertochter Elisa, die sich aus dem bombardierten Mailand in das Dorf im Karst flüchtet; das von den Alliierten befreite Udine, in dem es zu nervösen Übergriffen auf Zivilisten kommt; das Pfeifen des täglich vorbeifahrenden Orient-Express; die Schiffsreise mit dem Vater von Triest nach Lissabon; der Malwettbewerb für die faschistische Jugend; der österreichische Deserteur, der sich in den Wäldern des Friaul sicherer fühlt als in seiner Heimat. In Wachträumen entziffert der Erzähler den mythischen Urgrund Aquileias – des antiken Zentrums des Handels, der Christianisierung und der Haresie – und liest in der Jonasdarstellung im Bodenmosaik des Domes das kreative Grundmotiv seines Freundes Pasolini: die Inszenierung von Tod und Auferstehung. Und in der Darstellung des Widders trifft sich die Erinnerung an den Vater und an den Wunsch nach Unsterblichkeit.

> Pressestimmen zum buch

„Durch die Erzählungen des friulanischen Künstlers Giuseppe Zigaina – bei denen es sich um die aktuell kostbarsten Beiträge zu einer genuin zentraleuropäischen Literatur handelt – flutet ein unbeschreibliches Licht. Es erleuchtet jenen uralten Kulturboden, der die Berge des italienischen Karsts von der Lagunenlandschaft vor Grado trennt: ein Geflecht von Wasserstraßen, das bis Venedig und Chioggia hinabreicht.“

Der Standard

„Mit seinen neuen Erzählungen versetzt Zigaina den Leser wieder in eine verzaubernd schwebende Stimmung. Zwischen Traum und Wachen, in den frühen Morgenstunden oder der einsetzenden Abenddämmerung unternimmt Zigaina seine Expeditionen in die eigene Erinnerung. Seine Prosa übt einen verlockenden Sog auf den Leser aus.“

Stuttgarter Zeitung