• „Nauz“ von Roberta Dapunt auf der Empfehlungsliste der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und des Lyrikkabinetts

    Der Gedichtband „Nauz” (Folio) von Roberta Dapunt steht auf der Lyrik-Empfehlungsliste 2012 der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und des Lyrikkabinetts!
    Das Buch wurde von Jurorin Daniela Strigl ausgewählt, die es wie folgt preist: „Die (nicht nur auf Ladinisch) klangvollen Gedichte rund um die Schlachtung eines Schweins beeindrucken durch ihre schlichte Beschreibungskunst, den Verzicht auf symbolische Aufladung, Bauernhofnostalgie und ‘Tierethik’-Routine. Auf eng begrenztem Raum, sich vertiefend, ein eng begrenztes Thema: Nachdenken über den Tod und das Töten – und das Essen. ‘Nauz’ heißt Futtertrog.”

    Die Empfehlungsliste für Lyrik wird von der Stiftung Lyrik Kabinett und der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung erstellt und erscheint jährlich im Januar mit Blick auf die Neuerscheinungen des zurückliegenden Jahres. Ihre Zusammenarbeit hat zum Ziel, die Stimmenvielfalt der gegenwärtigen Poesie stärker ins öffentliche Gespräch zu bringen. Eine namhafte Jury aus 11 Lyrikerinnen und Lyrikern, Kritikerinnen und Kritikern hat aus den Neuerscheinungen des Jahres 2012 ihre Empfehlungen deutschsprachiger oder ins Deutsche übersetzter Dichtung ausgewählt. Der Jury gehören an: Michael Braun, Heinrich Detering, Maria Gazzetti, Harald Hartung, Ursula Haeusgen, Florian Kessler, Michael Krüger, Kristina Maidt-Zinke, Monika Rinck, Daniela Strigl und Jan Wagner. Die Liste wird auf www.daslyrischequartett.de veröffentlicht.

    Das Buch: „Nauz“ ist eine Sammlung von Gedichten und Schwarzweiß- Fotografien, die sich dem bäuerlichen Leben im Gadertal widmet. Die eindringlichen, kruden Bilder vom Schweineschlachten zeugen von großem Respekt vor dem Ereignis und sie werden verwoben mit höchst poetischen Reflexionen und Texten über die Natur, die ländliche Arbeit, die Nähe zu den Tieren, versunkene alpine Welten und alles Kreatürliche. So macht die Lyrikerin und Bäuerin Roberta Dapunt den Akt des Tötens, der gesellschaftlich verdrängt wird, sichtbar als einen Vorgang der Tradition und seit alters her wichtigen Teil des bäuerlichen Überlebens. In ihrem bislang ersten auf Ladinisch verfassten Gedichtzyklus lotet die Dichterin alle poetischen Möglichkeiten einer phonetisch knappen, doch in Bezug auf die bäuerliche Welt überaus reichen Sprache virtuos aus. Diesen einzigartigen Klangraum hat die Übersetzerin Alma Vallazza mit Mut zur Abweichung kongenial wiedergegeben.

    Roberta Dapunt

    Nauz

    Gedichte und Bilder

    Gedichte und Bilder von großem poetischem Einfühlungsvermögen in den Kreislauf der Natur

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