• Bora Ćosić erhält den Internationalen Stefan-Heym-Preis 2011

    Aus der PREISBEGRÜNDUNG: „Das Kuratorium zur Vergabe des Internationalen Stefan-Heym-Preises der Stadt Chemnitz hat sich für den in Belgrad aufgewachsenen Schriftsteller und Publizisten Bora Ćosić entschieden und ehrt damit den großen Erzähler, Satiriker und auch Kritiker Süd-Ost-Europas. Ćosić steht in der Tradition der serbischen Avantgarde der 60er und 70er Jahre und hat über 30 Werke publiziert. Mit seinem Buch ‚Das Land Null’ (deutsch 2004) hat er Slobodan Milošević eine philosophisch fundierte literarische Absage erteilt, die radikaler nicht zu denken ist. Schon Ende der 60er Jahre hat Bora Ćosić mit dem ironisch-clownesken Buch ‚Die Rolle meiner Familie in der Weltrevolution’ (deutsch 1994) den Untergang Jugoslawiens aus der Perspektive eines Kindes vorausgesagt. Mit der Entscheidung würdigt das Kuratorium auch diese politische bedeutende, aufklärende Rolle von Ćosić - ein politischer Schriftsteller wie Stefan Heym, der Namensgeber des Preises.“ Der Preis wurde am 1. Juli 2011 verliehen. Bora Ćosić, 1932 in Zagreb geboren, lebte bis zu seiner Emigration 55 Jahre in Belgrad und seit 1992 im deutschen Exil in Berlin sowie in Rovinj (Kroatien).

    Bora Ćosić

    Im Ministerium für Mamas Angelegenheiten

    Geschichten über alle möglichen Gewerbe

    Geschichten über Gewerbe, ironisch, geistreich und „erbaulich“ – ein Kind fabuliert über seine Familie in schwierigen Zeiten.

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