Schneeschuhwanderung zur Forcella Popena

Auf der Forcella Popena (Foto: Oswald Stimpfl)

Schneeschuhwanderung zur Forcella Popena

Von der SS 48bis, bei der Brücke über den Popena-Bach (1659 m), wechseln wir auf die westliche Bachseite und steigen entlang der Markierung 222 bergauf. Es finden sich oft Spuren anderer Schneeschuhwanderer oder Skitourengeher. Zwischen Felsblöcken, Zirbelkiefern und Latschen schlängelt sich der Weg im immer breiter werdenden Talboden nach Süden. Linker Hand winkt uns als Richtungsweiser der Doppelgipfel der Pale di Misurina; auf der rechten, westlichen, Talseite flankieren die zerfransten Spitzen des Monte Cristallino unseren Weg. Der Anblick dieser mächtigen Felswände, die im Piz Popena immerhin eine Höhe von 3152 m erreichen, beeindruckt. Im Nordosten kommen die Spitzen der Drei Zinnen in den Blickwinkel. Nach gut einer Stunde ist eine Geländestufe erreicht, der Weg überwindet in einer Schleife auf der rechten (westlichen) Talseite den mit Zirbelkiefern bestandenen, recht steilen Hang. Anschließend öffnet sich das Tal zu einem weiten Boden. Wir erkennen die Trasse des Sommerwegs, der an der flachsten Stelle, noch vor dem Talschluss, nun etwas steiler südöstlich auf die Forcella Popena zugeht (die steilen Kare meiden, unbedingt auf der Wegtrasse bleiben!). Erst kurz vor der Scharte tauchen die Mauerreste der Ruine des Rifugio Popena (2214 m) auf, das einst hier stand. Noch wenige Meter, und das Gelände fällt fast senkrecht Richtung Misurina ab. Die Aussicht zu den mächtigen Marmarole im Süden ist überwältigend. Bei den Mauerresten des Schutzhauses finden wir vor dem Jochwind Deckung für die wohl verdiente Tee- und Brotpause, bevor es wieder über die Aufstiegsroute an den Rückweg geht. Das Rifugio Popena auf der Forcella Popena wurde vor dem Ersten Weltkrieg erbaut. Während des Kriegs erlitt es schwere Schäden und wurde später nicht mehr wiederaufgebaut.

 

Diese und weitere Schneeschuhwanderungen mit zusätzlich Informationen, Karten und Einkehrtipps finden Sie im unten erwähnten Buch.
 

> Infos in kürze

Zwischen dem im Winter von einer Schneedecke verdeckten Dürrensee und dem Misurinasee zweigt am Fuße des zerklüfteten Monte Cristallino Richtung Süden das einsame Hochtal Val Popena ab. Zur gleichnamigen Scharte mit dem verfallenen Schutzhaus, von wo wir eine prächtige Aussicht zu den Gipfeln der Marmarole genießen, führt eine äußerst lohnende und leichte Tour.

Schneeschuhwanderung zur Forcella Popena

Georg Oberrauch

Oswald Stimpfl

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