Von Aschbach zur Schwarzen Lacke und zur Naturnser Alm

Auf der Naturnser Alm (Foto: Oswald Stimpfl)

Von Aschbach zur Schwarzen Lacke und zur Naturnser Alm

Diese Rundwanderung führt von Aschbach auf guten Wegen und Steigen bis zur Schwarzen Lacke. Von dort geht es über den Höhenrücken, knapp oberhalb der Baumgrenze, zur Naturnser Alm und wieder zurück nach Aschbach.

 

Die Tour beginnt in dem kleinen Dörfchen Aschbach (1362 m), das der Wanderer sehr bequem mit der Aschbachbahn (Talstation der Seilbahn in Rabland/Saring) oder mit dem Auto über eine schmale, asphaltierte Bergstraße (zweigt in Töll bei Algund von der Talstraße ab und endet nach 10 km in Aschbach) erreicht. Unser Weg trägt die Markierung Nr. 27, 28. Nach 10 Minuten Gehzeit kommen wir an eine Weggabelung und biegen Richtung Osten auf den Weg Nr. 28 A ab. Der Waldweg mit schönen Ausblicken auf den Vinschger Sonnenberg steigt zügig bergan, quert eine Forststraße, geht dann an einem überhängenden Felsblock, dem Mahderknott, vorbei und gelangt nach einer ¾ Stunde, flacher werdend, zu einer Lichtung mit Wegkreuz. Die zum Teil alte und bucklige Pflasterung sowie der deutlich erkennbare Hohlweg weisen die Strecke als uralten Weg aus. Die Höhe ist nun fast erreicht. An einer Weggabelung folgt die Route den Schildern Richtung Seespitz bzw. Schwarze Lacke. An diesem allmählich verlandenden, flachen, moorigen Weiher liegt der gemütliche Berggasthof Seespitz (1730 m, Gehzeit von Aschbach 1¼ Stunden). Führte der Weg bisher meistens durch den Wald, so wandern wir jetzt in südwestlicher Richtung auf einem breiten Feldweg (Weg Nr. 9) zum St.-Vigilius-Kirchlein (1793 m), immer über Wiesen, vorbei an Ferienhäuschen und dem einstigen Hotel Seehof. Hier öffnet sich ein großartiger Ausblick auf die Texelgruppe im Norden, auf den Laugen und Gantkofel im Süden sowie auf den Dolomitenkranz vom Latemar zum Peitlerkofel. Die kleine Bergkirche, die dem Trienter Bistumspatron Vigilius geweiht ist, markiert die einstige Grenze zwischen den Bistümern von Chur und Trient. Im Inneren sind bemerkenswerte frühgotische Fresken der Apostel zu bewundern. Am Fuße des Kirchhügels liegt das Gasthaus Jocher, eine weitere Einkehrmöglichkeit. Der Weg senkt sich nun bis zum eigentlichen Joch (1743 m), das archäologischen Funden von Steinwerkzeugen zufolge schon vor fast 8000 Jahren als Übergang vom Vinschgau ins Ultental diente. Vom Joch steigt der breite, in südwestliche Richtung führende Weg (erst als Nr. 9, später Nr. 9 A) fast unmerklich bis auf 2000 m, um nach einem kleinen, sumpfigen See zur Naturnser Alm auf 1922 m hinabzuführen (2 Stunden Gehzeit ab Seespitz). Von der großen, bewirtschafteten Alm (nur im Sommer geöffnet!) geht der Weg Nr. 27 durch den „Siebenbrunner Wald“ – mal als Forststraße, dann wieder als Steig – gleichmäßig absteigend in einer Stunde nach Aschbach zurück. Hier findet der Wanderer gleich zwei Gasthäuser, in denen er seinen Hunger und Durst stillen kann.

 

Diesen und weitere Wandertipps zum autofreien Vigiljoch finden Sie im unten erwähnten Buch.

> Infos in kürze

Aussichtsreiche Rundwanderung
Gehzeit: ca. 4 Stunden, 690 Höhenmeter
Tourlänge: 13 km
Einkehrmöglichkeit: Gasthof Oberhaus und Aschbacher Hof (beide in Aschbach), Gasthof Seespitz, Gasthof Jocher, Naturnser Alm.
Anfahrt: Bahnhof der Vinschgerbahn und Bushaltestelle in Rabland/Saring
(Auskunft unter der kostenlosen grünen Nummer: 800846047)

Von Aschbach zur Schwarzen Lacke und zur Naturnser Alm

Oswald Stimpfl

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