Herbert Meusburger

Kreuzweg Hochberg

Mit Texten von Felix Mitterer, Erwin Kräutler und Gustav Schörghofer SJ.
Fotografien von Manfred Horvath.

Hardcover, 72 S., mit zahlr. Abb., 21 x 27 cm

ISBN 978-3-85256-256-8

€ [D/A] 25,00

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Vorarlberg Niederösterreich öffentlicher Raum Bildhauer Granit Meusburger, Herbert Skulptur Religion Mitterer, Felix Arlberg Kirche


Der Kreuzweg am Hochberg in Perchtoldsdorf bei Wien setzt den künstlerischen Vorgang des Trennens und Verbindens analog zu den Inhalten von Tod und Leben, welche Felix Mitterer in seinen Texten schonungslos zur Sprache bringt.

Der Vorarlberger Steinbildhauer Herbert Meusburger hat auf dem Weg zur uralten Kultstätte am Hochberg einen ungewöhnlichen Kreuzweg geschaffen. Die 13 neuen Stationen integrieren die Kreuzigungsgruppe aus dem 18. Jahrhundert. Ganz anders als diese sind Meusburgers Stationen frei von jeglichem Pathos. Es wird kein Leiden an Figuren vorgeführt, sondern in 75 Granitmodulen entwickelt er anhand der Geometrie des Kreuzes die sich bedingenden Pole Tod und Leben, Trennendes und das Verbindendes. Der Tiroler Schriftsteller Felix Mitterer begleitet die Bildhauerarbeit mit Erzählungen von sechs erschütternden Einzelschicksalen; er erzählt vom sturen Bauern und Nazigegner Franz Jägerstätter, vom späten Begräbnis der Jean McConville, vom Musiker und Revolutionär Victor Jara oder von Rudolf Gomperz, dem jüdischen Arlbergpionier und Naziopfer. „Alle diese Nägel sind die Folterwerkzeuge, die heute Jesus in den Armen und Ausgegrenzten, den Verelendeten und Unterdrückten an der Transamazonica aufs Neue martern. Nägel, die festnageln, verletzen, verwunden, töten.“ (Erwin Kräutler)

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