Werner Michael Schwarz

Wien Museum

Hans Scheugl

Die Fotografien des Filmemachers

Mit Texten von Stefan Grissemann, Elisabeth Büttner, Monika Faber und Werner Michael Schwarz

Franz. Broschur
116 S., 21 x 27 cm
zahlr. Farbabb.

ISBN 978-3-85256-622-1

€ D/A 19,90 / € [I] 18,80

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Ein Künstler an der Schnittstelle von Film und Fotografie

Als Filmemacher ist Hans Scheugl seit den 1960er-Jahren international bekannt. Seine Arbeiten umfassen Avantgarde- und Dokumentarfilme sowie Aktionen des Expanded Cinemas. Auch als Theoretiker und Autor trat Scheugl hervor und leistete mit Eine Subgeschichte des Films (1974), dem gemeinsam mit Ernst Schmidt jr. herausgegebenem Lexikon des Avantgarde-, Experimental- und Undergroundfilms, Pionierarbeit. Kaum bekannt ist die Bedeutung der Fotografie in seinem Werk. In Scheugls Biografie wechseln Phasen der filmischen Arbeit mit Phasen ab, in denen er vor allem fotografierte.
Schon in den frühen Fotos ist erkennbar, dass sich Scheugls Ansätze in beiden Medien überschneiden. Licht und Schatten setzt er als Arbeitsweise in den ersten Porträts zeichenhaft ins Bild. Das Szenische der nächtlichen Wien-Bilder geht über in das Situative der anschließenden Reisefotografie (Frankreich, Spanien, Marokko). Als genauen Beobachter lassen ihn die Aufnahmen der Soziotope zweier Wiener Kommunen und des Überschwemmungsgebietes erscheinen, mit denen der Katalog einen Bogen über drei Jahrzehnte spannt.

Die Künstler: Hans Scheugl, geb. 1940 in Wien. Film Akademie Wien, Gründungsmitglied der Austrian Filmmaker’s Cooperative (zusammen mit Valie Export, Peter Weibel, Kurt Kren, Gottfried Schlemmer und Ernst Schmidt jr.). Zwischen 1966 und 1968 Filme und Expanded-Cinema-Aktionen. In den 1970er-Jahren zieht er sich vom Filmemachen zurück und veröffentlicht mehrere Bücher. Aufenthalt in Indien. Seit 1985 arbeitet er erneut als Filmemacher und dreht bis Anfang der 1990er-Jahre mehrere Filme, u.a. einen Dokumentarfilm über Kurt Kren für den ORF. Beschäftigt sich mit Fotografie und Video.