Meran–Mals Vinschgau
Zwischenzeit einer Bahnstrecke
Mit einem Text von Sabine Gruber
Dt./ital, franz. Broschur, 146 S., durchgehend farb. Abb., 18,5 x 22 cm
ISBN 978-3-85256-310-7
€ [D/A] 29,80 / € [I] 28,20
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Eine bibliophile Hommage für eine alte Bahnstrecke, poetische Momente, fotografisch festgehalten.
Verwildertes Land, verlassene Bahnhöfe aus der Zeit der Habsburgermonarchie, ausrangierte Technik – über zehn Jahre hielt die 60 km lange Bahnstrecke von Meran nach Mals im Vinschgau Dornröschenschlaf. Während dieser Zeit hat die Natur den einsamen Streifen in der Landschaft zurückerobert; im Mai 2005 hat die Vinschger Bahn ihre Fahrt wieder aufgenommen. Bevor die Arbeiten für die Wiederinbetriebnahme begannen, hat Carmen Müller die „Randerscheinungen“ dieser Auszeit mit ihrer Kamera eingefangen: Mit seismografischer Sensibilität lässt sie Vergangenheit und Gegenwart im Bild zusammenfließen; sie bewegt sich als Feldforscherin zwischen Resten und Zeugnissen – verwachsenen Gleisen, Fahrpreistafeln, Graffitis auf Remisen, korrodierten Pissoirs, Plakatfetzen mit faschistischen Ordnungsrufen – und rettet so die Spuren vor dem Vergessen.


