Drago Jančar

Nordlicht

Neuübersetzung aus dem Slowenischen
von Klaus Detlef Olof
Transfer Bibliothek CIX

Gebunden mit Schutzumschlag
264 S., 13,5 x 21 cm

ISBN 978-3-85256-576-7

vergriffen

in den Warenkorbok

Jančar, Drago Roman Transfer Bibliothek Slowenien Maribor Beziehungen Übersetzung


Eine kafkaeske Reise durch Maribor am Vorabend des Zweiten Weltkrieges – Drago Jancars Meisterwerk in neuer Übersetzung

Am 1. Januar 1938 führt eine Dienstreise Josef Erdmann in seine Geburtsstadt Maribor, das ehemalige Marburg a. d. Drau. Das vergebliche Warten auf einen Geschäftspartner wird für ihn zu einer Suche nach Orten seiner Kindheit sowie zu einer Verkettung schicksalhafter Begegnungen. Er bekommt Zutritt zum großbürgerlichen Milieu der Stadt, geht mit der verheirateten Margerita eine Liebesbeziehung ein und wird schließlich Stammgast einer verruchten Kneipe. Immer stärker vom Rand der Gesellschaft angezogen, nimmt sein moralischer und sozialer Verfall vor dem Hintergrund des deutsch-slowenischen Konflikts am Vorabend des Zweiten Weltkrieges seinen Lauf. Unheilschwangeres Sinnbild der heraufziehenden Katastrophe ist das ungewöhnliche, unerklärliche Nordlicht über der Stadt, das jede Bewegung, jede Tätigkeit stillstehen lässt.
Die tagebuchartigen Berichte des Protagonisten, die von einem Chronisten zusätzlich in die historischen Zusammenhänge gebettet werden, kommentiert Jančar als allwissender Autor schließlich auf einer dritten Ebene und malt damit ein atmosphärisch dichtes Bild des individuellen und gesellschaftlichen Niedergangs Sloweniens.

> Pressestimmen zum buch

„Jancar schafft mit seiner bilderreichen, kräftig zupackenden Sprache gleich auf den ersten Seiten eine unheimliche Atmosphäre vor expressionistischer Szenerie.“

Süddeutsche Zeitung

„Eine kaum zu überbietende Düsternis liegt über dem meisterlichen Roman. [...] Drago Jancar hat einen stimmungsvollen und kunstreichen Roman über eine Welt am Abgrund geschrieben.“

Neue Zürcher Zeitung

„So unweigerlich, wie die Figur in die Falle der Stadt gerät, so sehr zieht der Roman in seinen Bann.“

Der Standard

„Die Großmetapher für das Schreckliche, Fremde, Faszinierende und Schöne, das über die rationalen Erklärungen hinausgeht, ist […] jenes Nordlicht, das es im Jahr 1938 in Maribor tatsächlich gegeben hat. Seine Beschreibung ist eine glänzende Erprobung der Sprachfähigkeit des Autors wie des Übersetzers. Und es ist immer wieder die Sprache, durch die diese wirre versinkende Welt des Jahres 1938 wie die des Josef Erdmann ihren Sog entfaltet, dem man sich nicht entziehen kann.“

Ö1, ex libris

„Stilistisch großartig.“

Radio Berlin Brandenburg

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