Martin Kubaczek

Die Knie meiner Mutter und mein Vater im Krieg

Roman

Transfer Bibliothek CVII
Gebunden mit Schutzumschlag
160 S., 13,5 x 21 cm

ISBN 978-3-85256-557-6

€ [D/A] 22,90 / € [I] 21,70

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Dicht, eindringlich, berührend: eine Welt von Sinnlichkeit und Lust, von Endlichkeit und Tod.

Aus drei Zeiträumen nähert sich Martin Kubaczek dem Leben seines Vaters: Im ersten Teil lässt er ihn unkommentiert erzählen, wie ihm „das Erzählen das Leben gerettet hat“: als Soldat der Wehrmacht, der die italienische Partisanin porträtiert und von einer russischen Bäuerin gesund gepflegt wird.
Im zweiten Teil erinnern sich die Eltern – im zunehmend aussichtslosen Ringen mit dem körperlichen Verfall – an die Leidenschaft ihrer Beziehung ebenso wie an die bedrückenden, unaussprechbaren Erlebnisse in der Nazizeit, an Deportation und Tod. Was sie verschmitzt eingestehen, ihre Leidenschaft aus sechzig Jahren Ehe, verbirgt auch anderes, nicht mehr Rekonstruierbares.
„Mein Zeichnen war stets Versuch zu verstehen“, sagt der Vater im dritten Teil. Als ein ebensolcher Versuch erweist sich der Text selbst: Er kreist um die Vergänglichkeit alles Wirklichen und Sichtbaren, um das Verlöschen von Leben. Im Vergleich der vom Vater gemalten Aquarelle zum Schweizer Berg Rigi mit denen seines Vorbilds William Turner stellt sich die Frage nach dem Richtigen und dem Realen als eine der Tages- und Jahreszeiten, der Lichtverhältnisse, der Wahrnehmung und der Perspektive.

> Pressestimmen zum buch

„Die Flüchtigkeit der Empfindungen einfangen: Martin Kubaczek hat ein staunen machendes Buch geschrieben.“

Der Standard / Album

„Grandiose Vater- und Mutterbücher hat uns die österreichische Gegenwartsliteratur geschenkt – von Peter Handke über Elfriede Jelinek bis Julian Schutting, von Martin Pollack über Melitta Breznik bis Arno Geiger. Ein neues Meisterwerk dieser Art ist hier anzuzeigen.“

Neue Zürcher Zeitung

„In drei musikalischen Variationen buchstabiert sein Roman ein Dasein durch, das nichts beweist, als dass dem Gesetz des Verschwindens und Vergessens zuletzt nur die Liebe und die Kunst entgegenstehen.“

Neue Zürcher Zeitung

„So liest man einige der sprachlich betörendsten, ausschwingendsten Bildbeschreibungen der Gegenwartsliteratur.“

Der Standard / Album

„Es ist ein Roman , der das Vergehen festhält, nicht auf eine flüchtige, aber auf eine leichte Art und Weise, fast schon durchscheinend, er lässt dabei den Menschen ihre Würde, er kommt ihnen sprachlich eben so nahe, dass er sie nicht entblößt.“

FF Das Südtiroler Wochenmagazin

„Ob es die die Beschreibung des Vaters beim Einnehmen der Mahlzeiten, beim Setzen der Schritte im Zimmer ist, oder die Interpretation der Bilder Turners, bei Kubaczek wird es Malerei mit Worten.“

Deutschlandradio

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