Maxi Obexer

Wenn gefährliche Hunde lachen

Roman

Transfer Bibliothek CV
Gebunden mit Schutzumschlag
168 S., 13,5 x 21 cm

ISBN 978-3-85256-555-2

€ [D/A] 22,90 / € [I] 21,70

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Ich sehe Europa, ich kann es sogar riechen! – Eine Vision, für die viele bereit sind, alles zu geben.

Europa zum Greifen nahe. Helen, eine junge Frau aus Nigeria, macht sich auf den Weg in ein besseres Leben, das sie nur in Europa zu finden glaubt. Die Reise wird zum Albtraum: Von Schleppern getäuscht, irrt sie mit ihrem Begleiter Benjamin durch die Sahara. Er rettet ihr das Leben und führt sie durch das Totenfeld nach Tanger, treibt sie jedoch, wie schon andere zuvor, in die Prostitution, die ihr das Geld für die versprochene Überfahrt verschaffen soll.
Demütigung, Resignation, Überlebenskampf, und Europa in Sicht – es lässt sich kaum denken, was Helen erlebt, und sie wird es ihrer Familie in den Briefen, die sie aus Tanger und Europa schickt, nicht zumuten. Ihre Berichte färben die grausame Realität um und werden so für Helen selbst überlebenswichtig.
Briefe wechseln sich ab mit Dialogen, Rückblenden mit Zukunftsvisionen. Zentral ist die erschreckende Gegenwart, die in unverwechselbarem Ton und treffender Sprache unter die Haut geht.

> Pressestimmen zum buch

„Gefühlvoll und spannend schreibt Maxi Obexer über ein politisch sehr aktuelles Thema und gibt mit ihrer Protagonistin Helen unzähligen Flüchtlingsfrauen ein Gesicht.“

Radio Bremen, Funkhaus Europa

„Obexer glänzt durch Sachlichkeit. Eindrücklicher kann nicht einmal eine Doku-Reihe vermitteln. 'Wenn gefährliche Hunde lachen' ist ein mutiges, ehrliches Buch, dessen Resümee keine Antwort gibt, sondern die Frage stellt: Sind wir Europa?“

Stuttgarter Nachrichten

„So sieht man am Ende des so schmalen wie intensiven Bandes einer Frau in die Augen, deren Hoffnung bis auf ein Häufchen Wüstenstaub zermahlen wurde. Es bedarf nur noch eines Windhauchs, bis auch dieser kleine Rest für immer verweht ist.“

Der Standard

„Sie lässt die Zügel ihres kraftvollen Erzählens nie aus der Hand, bändigt mutig und unbeirrt ihr Mitleid(en), ihre natürliche Sympathie für die verlorenen Brüder und Schwestern aus der Unterwelt – besonders wenn die Wirklichkeit allzu sehr die Phantasie übertrifft. Das Buch liest sich gut, überzeugt, bewegt. Auch dank der einfachen, sauberen, ehrlichen Sprache.“

Franz Magazin

„So liegt unter der erzählten Geschichte oft eine zweite, unausgesprochene und unaussprechbare. Das macht die Sätze schmerzhaft und traurig. Aber das Weiterlesen wird deshalb auch so unausweichlich.“

taz.die tageszeitung

„Obexer schreibt auf unaufdringliche Weise packend. Sie lässt Helen vorsichtig nach Worten für das Unerträgliche suchen. Nie wird sie sensationsheischend, nie zu intim, sie tastet sich an der Grenze dessen entlang, was ein Mensch gerade noch in Worte fassen kann, ohne wahnsinnig zu werden.“

Süddeutsche Zeitung