Vincenzo Consolo

Palermo. Der Schmerz

Roman
Aus dem Italienischen von Maria E. Brunner.
Transfer Bibliothek LXXXV

Gebunden mit Schutzumschlag, 144 S., 13,5 x 21 cm

ISBN 978-3-85256-446-3

vergriffen

in den Warenkorbok

Roman Sizilien Italien Consolo, Vincenzo Brunner, Maria E. Politik Faschismus Transfer Bibliothek Mafia Frankreich Übersetzung Insel


consolo_palermo_51.gif
consolo_palermo_52.gif
consolo_palermo_53.gif
consolo_palermo_54.gif
consolo_palermo_55.gif
consolo_palermo_56.gif

Eine schonungslose literarische und moralische Abrechnung mit dem Italien der letzten 60 Jahre.

Das Bombenattentat von 1992 auf den Mafiaankläger Paolo Borsellino markiert den Endpunkt der langsamen Rückkehr des sizilianischen Schriftstellers Gioacchino Martinez in sein hassgeliebtes heimatliches Palermo. Über den Umweg Paris – wo er seinen exilierten, des Linksterrorismus angeklagten Sohn Mauro besucht – verabschiedet sich der Alte von der Industriemetropole Mailand und siedelt in die Hochburg der politischen Zweideutigkeit und der Mafia zurück. Die Konfrontation mit seinem Sohn und die Vorwürfe der politischen Feigheit geben für den Schriftsteller, der nicht mehr schreibt, den Anstoß zur Überprüfung der eigenen Geschichte: die Mitschuld am Tod des Vaters durch den Verrat an deutsche Soldaten; die Flucht aus Sizilien in den Norden, um die Schuld zu vergessen und die Ehe zu retten, die Unerreichbarkeit seiner geliebten Frau in ihrer Depression.

Consolo erzählt vielstimmig, andeutungsreich und jegliche Hoffnung verweigernd von schuldhafter persönlicher Verstrickung, vom Verlust gemeingültiger Wertehaltungen und vom Niedergang der politischen Eliten im Italien der Nachkriegszeit.

> Pressestimmen zum buch

„Vincenzo Consolo zeichnet dieses Doppelporträt eines todgeweihten Mannes und seiner Vaterstadt mit unerbittlich luzider Metaphorik in einem Roman von erschreckender Poesie.“

Neue Zürcher Zeitung

„Wenn dieses Buch nicht so offensichtlich eine Verbeugung vor der kulturellen und literarischen Vielfalt des Mittelmeerraumes wäre, dann könnte es auch ein Drehbuch zu einem Mafia-Thriller sein: In den grauen Wohnblocks, die das Stadtbild Palermos prägen, liegen die Leichen im Zement begraben.“

Frankfurter Allgemeine Zeitung

> Weitere Bücher der Autorin / des Autors

Retablo
Bei Nacht, von Haus zu Haus