Maria E. Brunner

Berge Meere Menschen

Roman

Hardcover mit Schutzumschlag, 168 S., 13,5 x 21 cm

ISBN 978-3-85256-271-1

€ (D/A) 19,50 / € (I) 18,50

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Ein Roman über die Loslösung des „Kostkindes“ von seinen Eltern, die nie als Eltern empfunden wurden. Über die quälende Verstrickung der Tochter in ein Beziehungsgeflecht.

„Berge Meere Menschen“ beginnt in der Welt der Bauern in einem entlegenen Gebirgstal, deren Alltag geprägt wird von Italianisierung, Krieg und Nachkriegszeit, von den zugewanderten Italienern und einer neuen Form des Fremden, dem Fremdenverkehr. Da hineingestellt ist das Findelkind, genannt Kostkind, die Protagonistin. Bereits im Schulalter hat es nur den Aufbruch vom Einödhof im Kopf, weg von den stummen, dumpfen täglichen Verrichtungen. Tiefe Entfremdung vom Kostplatz führt zum unablässigen Wunsch wegzugehen. Die Enge, die Armut, die Demütigungen und die gewaltsame Wortlosigkeit des Jungbauern und Kostherrn wird in Krankheiten bei der Jungbäuerin und Rastlosigkeit beim Kostkind somatisiert – und führt bei beiden zu lebenslanger Unbehaustheit. Das Kostkind ist beharrlich auf der Flucht vor Menschen und vor Orten der Vergangenheit. Die Stadt unter dem Vulkan bildet nur eine vorläufige Station der Gier nach einem neuen Leben und bringt keine wirkliche Befreiung, sondern nur neue Formen der Verstrickung, der Abhängigkeit. Das Aufbegehren dagegen und die Loslösung werden zu einer mühevollen Initiation. Die Nachricht vom Sterben der Frau des Kostherrn bildet den Anlass für die zwar herbeigesehnte, aber doch lange nicht mögliche Rückkehr dorthin, wo es für die beiden Frauen nie einen eigenen Platz geben konnte: an den Ausgangspunkt der Reise oben auf dem Berg. Der wieder nur Station bleiben wird.

> Pressestimmen zum buch

„Ein überzeugendes, kraftvolles Debut der Südtiroler Autorin Maria E. Brunner.“

Die Zeit

„Beklemmend, berührend.“

Die Presse

„Manchmal gerät ein Buch bemerkenswert, nicht wegen, sondern trotz der darin erzählten Geschichte.“

Der Standard

„Maria E. Brunner ist es mit ihrem Debutroman gelungen, in einer höchst kritischen Sprache Sprachlosigkeit und Verdrängung darzustellen.“

Ö1, Ex libris

„Die Sprachbilder sind drastisch, ohne je manieriert zu wirken [...] Jeder Satz eröffnet ein neues Feld an Bezügen, und das macht die Lektüre zu einer Herausforderung im besten Sinne.“

Wendelin Schmidt-Dengler, Amadeus-Magazin

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