Der Galeot
Roman. Neuausgabe
Aus dem Slowenischen von Klaus Detlef Olof
Hardcover mit Schutzumschlag, 345 S., 13,5 x 21 cm
ISBN 978-3-85256-269-8
€ [D/A] 22,50 / € [I] 21,30 / sFr 39,50
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Jancars historischer Roman über die Zeit der Inquisition, der Pest und der schwarzen Magie ist eine Parabel von der Unbehaustheit des Menschen.
Das Buch Sekten und Stifter, Ketzer und Hexen, Willkür und Terror – man schreibt das 17. Jahrhundert. Johann Ott, der Galeot, irrt umher, es ist eine Flucht ohne Zuflucht. Jancars ahasverischer Held stammt offenbar aus deutschen Landen, kommt, man weiß nicht, woher, und strebt, man weiß nicht, wohin. In Krain heimisch geworden, treibt ihn eine innere Unruhe wieder fort. Nach seiner Befreiung aus den Mühlen der Inquisition, der „Steirischen Carolina“, schlägt er sich zur istrischen Küste durch, wo sich sein weiteres Schicksal vollzieht: die Verurteilung zu lebenslanger Galeerenstrafe. Auf dem Meer draußen bringen die Gewalten der Natur, die menschliche Hölle den Galeoten an den Rand des Wahnsinns. Sein letzter Kampf gilt schließlich der Pest. Die Aktualität dieses historischen Werkes liegt im Fühlen des wurzellosen Helden Ott. Der Roman ist eine Anklage der alltäglichen Folter, des Sadismus der Macht, die Janc¡ar am eigenen Leib erfahren hat: Der Galeot entstand im Gefängnis von Lubljana, wo der Autor Ende der 70er Jahre wegen „feindlicher Propaganda“ eine Freiheitsstrafe verbüßen musste.


