Dmitri Alexandrowitsch Prigow

Lebt in Moskau!

Roman

Aus dem Russischen von Erich Klein und Susanne Macht

Hardcover mit Schutzumschlag, 347 S., 13,5 x 21 cm

ISBN 978-3-85256-234-6

€ (D/A) 19,50 / € (I) 18,50

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Dmitri Prigov im deutsch-russischen Kulturjahr: Der Held seines Romans ist Moskau, Russlands Hauptstadt als vielstimmiger Kosmos, voll bizarrer Fantasien und Katastrophen.

„Lebt in Moskau!“ ist ein Delirium mit und ohne Alkohol, ein Feuerwerk an schwarzem Humor und Sarkasmus, eine Apotheose Moskaus, deren Surrealismus mehr über die Realität der Stadt und ihrer Bewohner aussagt, als alle realistischen Beschreibungen es je leisten könnten. Prigov, der „Patriarch“ des Moskauer Underground, erzählt seine frühesten Kindheitserinnerungen: wie die deutsche Luftwaffe Moskau bombardiert, wie deutsche Kriegsgefangene in riesigen Kolonnen durch die Stadt getrieben werden, vom Leben der Pioniere und von den Formen der grenzenlosen Bewunderung für Stalin über dessen Tod hinaus. Er spricht vom besetzten Estland und den Zuständen in einer Moskauer Kommunalka, davon, warum sich Kinder zu geheimen Orden zusammenschlossen, aber auch davon, warum Chruschtschow zum Kannibalen mutiert und den Dichter Wosnessenski in einem wilden Gelage verspeist und Gorbatschow alle Alkoholiker der Stadt spurlos verschwinden lässt. Prigovs Moskau ist eine Stadt in Panik – einmal tauchen Haifische in der Moskwa auf, ein andermal nehmen die Schlachten zwischen Jugendbanden das Ausmaß eines Weltkrieges an. Prigov erzählt von den legendären Spielen zwischen „Dynamo“ und „Spartak“, von den zweifelhaften Errungenschaften sowjetischer Wissenschaft und von bizarren Experimenten mit alten Menschen; er bevölkert die Stadt mit Ratten und Küchenschaben und lässt sie schließlich in ihren eigenen Exkrementen untergehen.

> Pressestimmen zum buch

„Prigow hat die russische Gegenwartsliteratur verändert.“

Michail Eisenberg

„Eine grandiose Chronik des Moskowiter Katastrophismus.“

Die Zeit

„Prigow lässt in seinem ersten Roman in einer Mischung aus Fiktion und Tragik seinen Heimatort Moskau 'erzählen'.“

Die Welt

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