Michel Deguy

Gegebend

Gedichte

Mit einem Text von Andrea Zanzotto.
Ausgewählt, aus dem Französischen übersetzt und mit einem Vorwort versehen von Leopold Federmair.
Transfer Bibliothek LXXX

Franz. Broschur, 160 S., 13,5 x 21 cm

ISBN 978-3-85256-398-5

€ [D/A] 19,50 / € [I] 18,50

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Gedicht Frankreich Sein poetisch Deguy, Michel Tod Transfer Bibliothek


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Die erste deutschsprachige Werkauswahl des wichtigsten französischen Lyrikers der Gegenwart.

Michel Deguy gehört zu den herausragenden Vertretern einer Wortkunst, die traditionelle Gattungsbezeichnungen sprengt, freie Verse stehen neben Reflexionen in Prosaform. Deguy ist ein Spieler: die Auslotung des Grenzbereichs zwischen Sinn, nicht-Sinn und Unsinn, die Zuspitzung von Gegensätzen, die Suche nach dem Paradoxen bestimmen sein Werk ebenso wie philosophische Fragestellungen und Grundfragen über das Sein und den Tod. Der vom Schriftsteller Leopold Federmair übersetzte Gedichtband „Gegebend“ versammelt zum ersten Mal auf Deutsch Gedichte Deguys aus vier Jahrzehnten: aus den Zyklen „Oui dire“, „Donnant Donnant“, „Gisants“, „A ce qui n’en finit pas“ und verstreute Gedichte.

> Pressestimmen zum buch

„Deguy geht es – un-metaphorisch gesprochen – um die Erschaffung eines eigenen, neuen Kosmos, um eine poetische Kosmologie – wer diesen Raum betritt, dem ist die Rückkehr in den Alltag verwehrt. [...] Was Michel Deguy hier über Verlust, Trauer, Ehe, Zeit, Erinnerung, Trost und Verzweiflung schreibt, ersetzt nicht nur Bibliotheken an pseudoreligiöser Sinn- und Erbauungsliteratur – es ist auch eine schonungslose Abrechnung mit sich selbst, in der alle Illusionen des Überlebenden – auch jene, Sterben und Tod zu beschreiben oder dichtend zu 'bewältigen' – beseitigt werden.“

Ö1, Ex libris

„Michel Deguys Gedichte sind wie fremd klingende Musik. Sie sind von einem Zauber erfüllt, der von der klanglichen Schönheit seiner Sprache herrührt, von den 'Mysterienspielen des Wie', die die gewohnten Sehweisen durchbrechen und die Welt in ein ganz neues Licht tauchen, und vor allem auch von dem lustvollen Elan, mit dem Michel Deguy sich in den Fluss der Sprache wirft. Eine Vitalität, die viele jüngere Lyriker dagegen alt aussehen lässt.“

Westdeutscher Rundfunk Köln