Bora Ćosić

Irenas Zimmer

Gedichte

Ausgewählt und aus dem Serbischen übersetzt von Milo Dor.
Transfer Bibliothek LX

Franz. Broschur, 128 S., 13,5 x 21 cm

ISBN 978-3-85256-307-7

€ (D/A) 19,50 / € (I) 18,50

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Gedicht Belgrad Istrien Balkan Ćosić, Bora Dor, Milo Transfer Bibliothek


Bora Cosic, der große kroatisch-serbische Modernist, denkt in seinen Gedichten über sein unfreiwillig-freiwilliges Exil in Berlin und die Niederlagen des vergangenen Jahrhunderts nach.

Cosics Gedichte handeln vom Exil, von der Neuorientierung in einem neuen Leben an einem neuen Ort, sie erzählen vom Gepäck der Erinnerungen, der verlorenen Träume, der geträumten Sehnsüchte, der erinnerten Kämpfe und Leidenschaften in einem fernen Land, in einem alten Leben. Die Projektionsfläche seiner Themen ist Berlin: In den Straßen, an den Gebäuden trifft Cosic auf die Spuren des vergangenen Jahrhunderts, auf die großen und kleinen Diktatoren, auf Hitler, Stalin, Milos¡evic, auf die großen und kleinen Künstler, Weggenossen im Geiste, auf Goethe, Kafka, Majakowski. Die Prosagedichte erzählen vom Scheitern des Humanismus, von der Sehnsucht nach einem Leben, in dem die Ironie bestehen kann. Milo Dor, der Schriftsteller, Übersetzer und Vermittler zwischen den Kulturen, hat Bora Cosics Gedichte ausgewählt und mit seinem unvergleichlichen Sprachgefühl ins Deutsche übertragen.

> Pressestimmen zum buch

„Der Gedichtband 'Irenas Zimmer' nimmt das Trümmerfeld des vergangenen Jahrhunderts in den Blick, gebannt wie der Benjaminische Engel der Geschichte. Der Körper, die Wohnung, die Stadt des Exils, ja die Bücher sind Depots, Halden, ja Friedhöfe der Geschichte, die sich ohne messianischen Fluchtpunkt wiederholt.“

Die Zeit

„Vom Aufenthaltsort Berlin aus blickt der 1932 in Zagreb geborene Poet auf die Ruinen der Utopie einer Heimat: Unbehaust in Berliner Zimmern und Zonen, bleiben dem Ausgesperrten die Hirtenpfade der Erinnerung. [...] Emmigrant, Immigrant, weder dort noch hier willkommen, treibt der Dichter haltlos in den Zwischenwelten des öffentlichen Verkehrs, der 'Klinik der Zeit' und den traurigen Tropen des Zoos. Cosics Gedichte zeichnen eine Kartographie der Ortlosigkeit.“

Neue Zürcher Zeitung

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