Man schließt nur kurz die Augen
Erzählungen Reihe Transfer LXXXVI
Gebunden mit Schutzumschlag, 166 S., 13,5 x 21 cm
ISBN 978-3-85256-447-0
€ [D/A] 19,50 / € [I] 18,50 / sFr 34,80
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Menschen en passant, am Abgrund, schwer wie die Geschichte und leicht wie der Augenblick – ein erstaunliches Erzähldebüt.
In den Erzählungen von Renoldner erleben wir Frauen und Männer, die in Gefahr geraten, ihr Lebensglück zu verlieren. Schritt für Schritt sehen wir sie auf dem Weg ins scheinbar Unvermeidliche und beobachten, welche Schlüsse sie aus einer erlebten Demütigung, dem Scheitern in Beruf, Karriere und Liebe ziehen.In der Titelgeschichte versucht eine österreichische Schauspielerin, die viele Jahre am Theater in Hamburg gespielt hat, nach Wien zurückzukehren. Eine Wiener Tierärztin hilft einem jüngeren Kollegen aus seiner Depression, doch als sie selbst Hilfe benötigt, will der inzwischen erfolgreiche Kollege nichts von ihr wissen. In Montreux verliebt sich ein Hornist der Dresdner Staatskapelle in eine Sopranistin, und am Premierenabend von Verdis Oper „Falstaff“ zerstören die beiden ihre Liebe in einem rabiaten Eifersuchtsduell.
In den Geschichten werden Träume erzählt, es wird über Musik philosophiert und es werden, in einem großen Streitgespräch, die Möglichkeiten und Grenzen dokumentarischen Erzählens erörtert; dabei bedient sich der Autor auch moderner Erzähltechniken und überrascht den Leser mit eigensinnigem Humor.


