Mein Vater, der Widder
Erzählungen
Mit einer Nachbesprechung von Alberto Panza.
Aus dem Italienischen von Karin Fleischanderl.
Gebunden mit Schutzumschlag, 152 S., 13,5 x 21 cm
ISBN 978-3-85256-400-5
€ [D/A] 19,50 / € [I] 18,50
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Friulanische Erinnerungsbilder von nächtlichem Streunen am Fluss und dem mythischen Aquileia.
Zigaina, der Maler und Essayist, flicht in seinem neuen Erzählband dichte Kindheitsbilder: die Begegnung mit der Künstlertochter Elisa, die sich aus dem bombardierten Mailand in das Dorf im Karst flüchtet; das von den Alliierten befreite Udine, in dem es zu nervösen Übergriffen auf Zivilisten kommt; das Pfeifen des täglich vorbeifahrenden Orient-Express; die Schiffsreise mit dem Vater von Triest nach Lissabon; der Malwettbewerb für die faschistische Jugend; der österreichische Deserteur, der sich in den Wäldern des Friaul sicherer fühlt als in seiner Heimat. In Wachträumen entziffert der Erzähler den mythischen Urgrund Aquileias – des antiken Zentrums des Handels, der Christianisierung und der Haresie – und liest in der Jonasdarstellung im Bodenmosaik des Domes das kreative Grundmotiv seines Freundes Pasolini: die Inszenierung von Tod und Auferstehung. Und in der Darstellung des Widders trifft sich die Erinnerung an den Vater und an den Wunsch nach Unsterblichkeit.


