Andrej Blatnik

Der Tag, an dem Tito starb

Und andere Erzählungen

Aus dem Slowenischen von Klaus Detlef Olof
Reihe Transfer LIX

Gebunden mit Schutzumschlag, 132 S., 13,5 x 21cm

ISBN 978-3-85256-298-8

€ [D/A] 19,50 / € [I] 18,50 / sFr 29,90

Lieferbar

in den Warenkorbok

Erzählung Slowenien Ljubljana Blatnik, Andrej kleine Welten Postkommunismus Reihe Transfer Beziehungen Tito


blatnik_tito_s38.gif
blatnik_tito_s39.gif
blatnik_tito_s40.gif
blatnik_tito_s41.gif
blatnik_tito_s42.gif
blatnik_tito_s43.gif

In lakonischem Ton führt Andrej Blatnik seine Figuren in die zwischenmenschliche Katastrophe – als wäre sie so normal wie der Alltag, dem sie entspringt.

Ob es das Mädchen ist, das zwei Dorfpolizisten bedrängen, der junge Architekt, der seinen Arbeitsplatz unfreiwillig mit einem Bekannten tauscht und dafür dessen Ehefrau bekommt, oder der Mann, der nächtelang spazieren geht und seine Frau im Glauben lässt, er hätte eine Geliebte – Blatniks Charaktere sind vereinsamt, selbstzerstörerisch, verletzt oder auch gewalttätig und vor allem unfähig zu kommunizieren. Dabei sind die Figuren nicht sprachlos, doch ihre Dialoge verkommen zu Monologen, ihre Stimmen verebben zu fast unhörbarem Flüstern. Schonungslos entwirft der Autor Szenen des ganz alltäglichen Horrors, die dem Leser erschreckend realistisch erscheinen und deren erträglicher Ausgang nur in absurdem, allzu menschlichem Handeln liegen kann. Nichts Spektakuläres prägt diese Geschichten, es ist vielmehr die fahle Normalität außerordentlicher Geschehen, die den Leser frappiert und irritiert und auf sich selbst und seine eigene Hilflosigkeit zurückwirft. Blatniks Erzählband wurde bereits in sieben Sprachen übersetzt.

> Pressestimmen zum buch

„Gefährliche, also große Literatur.“

Die Zeit

„Blatnik verfügt über beachtliches Talent. Als Protokollant zwischenmenschlicher Entfremdung in einer fatal entzauberten Welt wird er noch von sich reden machen.“

Neue Zürcher Zeitung

„Blatniks Figuren fühlen sich alle aus der Welt gefallen, sie sind ratlos und heimatlos, Fremde in einer Welt, in der die meisten anderen reibungslos funktionieren.“

Salzburger Nachrichten

> Weitere Bücher der Autorin / des Autors

Ändere mich
Das Gesetz der Leere